Was ist Personal-Leasing ?
Die Geschäftsidee der Zeitarbeitsfirmen läßt sich auf eine einfache Formel bringen: In einem Betrieb wird für eine befristete Zeit Personal gebraucht. Sei es, weil ein Mitarbeiter krank ist oder weil die Firma Verstärkung benötigt, um einen Liefertermin einhalten zu können.
Das Zeitarbeitsunternehmen stellt eine seiner Arbeitskräfte leihweise zur Verfügung und erhält dafür ein entsprechendes Entgelt. Das Entleihunternehmen und die Zeitarbeitsfirma schließen dazu einen "Arbeitnehmerüberlassungsvertrag". In diesem werden die Bedingungen, etwa Dauer des Einsatzes, geforderte Qualifikation des Mitarbeiters und Preis festgelegt.
Üblicherweise wird nach Stunden abgerechnet. Pro geleistete Arbeitsstunde verlangt der Verleiher vom Entleiher eine bestimmte Summe. In dem Verrechnungssatz sind alle Kosten und die Verdienstspanne der Zeitarbeitsfima enthalten. Mit einem Teil des Verrechungssatzes wird das Gehalt des Zeitarbeiters bezahlt.
In Deutschland sind Zeitarbeiter feste Angestellte der Zeitarbeitsfirma. Diese muß alle Arbeitgeberpflichten erfüllen. Dazu gehört unter anderem die Übernahme des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen, aber auch die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und in der Zeit, wenn sich keine Einsatzmöglichkeit für den betreffenden Mitarbeiter findet.
Branchen und Einsatzdauer
Nach wie vor kommt die größte Nachfrage nach Zeitarbeit aus dem gewerblichen Bereich. Entsprechend häufig handelt es sich um Tätigkeiten in der Fertigung. An zweiter Stelle stehen die Dienstleister. Hier wird der Arbeitnehmer in der Verwaltung oder in der Sachbearbeitung übernommen.
Die Art der Beschäftigung hat auch Einfluß auf die Einsatzdauer. Bei einfachen standardisierten Tätigkeiten, für die eine kurze Anlernphase ausreicht, dauern die meisten Einsätze weniger als drei Monate. Je höher die erforderliche Qualifikation und je länger die Einarbeitungszeit, desto länger ist in der Regel der Einsatz.
Bei Projektarbeit von Spezialisten wird die maximale Überlassungsdauer von einem Jahr meist ausgereizt. Der Anteil der länger andauernden Einsätze nimmt zu.